Geförderte Projekte der letzten Ausschreibungsrunden

Möchten Sie Anregungen für weitere förderfähige Projekte erhalten? Ausführliche Ideen für förderfähige Projekte finden Sie unter Projektideen.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung in der Abwasserbehandlung (Wasserver- und Abwasserentsorgung)

Ziel des Vorhabens ist die energetische Optimierung der biologischen Reinigungsstufe einer Kläranlage. Dazu ist einerseits der Austausch von 12 Rührwerken zur Umwälzung der Belebungsbecken gegen hocheffiziente Rührwerke mit Frequenzumrichter geplant. Andererseits wird durch die Nachrüstung der Belüftungsregelung mit einer kontinuierlichen Ammonium-Nitrat-Messung eine erhebliche Einsparung erwartet. Die systemische Optimierung der Belebung führt zu einer Einsparung von 1.746 MWh innerhalb einer 10-jährigen Nutzungszeit.

Einzelprojekt: Effiziente Spritzgießmaschinen (Kunststoffindustrie)

Ein Unternehmen der Kunststofftechnik setzt zahlreiche Spritzgießmaschinen zur Produktion von Formteilen ein.  Die Spritzgießmaschinen spritzen den verflüssigten Werkstoff unter Druck in eine Form, in der sich der Werkstoff zum fertigen Spritzgussteil verfestigt. Eine der bestehenden Anlagen, eine vollhydraulische Spritzgießmaschine mit ungeregeltem Drehstrommotor, wurde nachträglich mit einem zusätzlichen Hydraulikaggregat mit separatem Öltank ausgerüstet. Im betrieblichen Einsatz weist sie eine niedrige Energieeffizienz auf. Im Projekt soll die bestehende Spritzgießmaschine durch eine neue, hocheffiziente, mit Servoantrieb geregelte 2- Komponenten Spritzgießmaschine vorzeitig ersetzt werden. Durch die Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahme kann der Stromverbrauch innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren um 344 MWh reduziert werden.

Einzelprojekt: Energieeffizientes Kunststoffrecycling (Kunststoffindustrie)

Die geplante Effizienzmaßnahme zielt auf eine Verfahrensänderung im Recyclingprozess von Kunststofffolien ab. Dabei sollen die Prozesse der Agglomeration und Extrusion in einem Prozessschritt zusammengefasst werden. Dadurch müssen die Kunststoffpartikel anstatt wie bisher zweimal, nur noch einmal auf Schmelztemperatur gebracht werden. Insgesamt kann durch die systemische Optimierungsmaßnahme über eine Nutzungszeit von 10 Jahren ca. 30 GWh Strom eingespart werden.

Einzelprojekt: Energieeffizienzsteigerung durch optimierte Leitungsführung (Baustoffindustrie)

Die geplante Effizienzmaßnahme in einem im Bergbau tätigen Unternehmen zielt auf die Reduzierung des elektrischen Stromverbrauchs der Abwasserbehandlung durch die Optimierung der Abwasserleitungsführung ab. Dabei können durch eine deutliche Verkürzung der Rohrtrasse bei gleichzeitiger Optimierung der Geometrie die Druckverluste reduziert und somit Pumpenergie für den Transport des Abwassers eingespart werden. Durch die Maßnahmenumsetzung kann so der Stromverbrauch innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren um 1.120 MWh reduziert werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch hocheffiziente Faserlaser (produzierendes Gewerbe)

Die geplante Maßnahme eines Unternehmens der Metallumformtechnik zielt auf eine Energieeffizienzsteigerung beim Laserschneiden ab. Die im Betrieb befindliche, konventionelle Co2-Laserschneidanlage zur Bearbeitung von Metallblechen wird abgelöst durch einen hocheffizienten Faserlaser, der deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten erreicht. Durch zusätzliche, angepasste Peripheriegeräte, wie automatische Einzelteilsortierung und automatischer Lagerturm entsteht ein weiterer Effizienzgewinn von 30%. Somit kann der Wirkungsgrad deutlich gesteigert werden. Innerhalb der Nutzungsdauer kann eine Stromeinsparung von voraussichtlich 1.346 MWh erzielt werden.

Einzelprojekt: Energieeffiziente Kältetechnik durch den Einsatz von Freikühlern (Gesundheitswirtschaft)

Eine Einrichtung der Gesundheitswirtschaft verfügt in seinen beiden Hauptlüftungsanlagen im Behandlungsbau und im Bettenhaus jeweils über eine eigenständige Wärmerückgewinnungsanlage (WRG) mit adiabatischer Kühlung für den Sommer. Bei höheren Außentemperaturen wird zusätzliche Kälte für die Lüftung und sonstige Verbraucher über eine Absorbtionskältemaschine sowie über zwei elektrische Kältemaschinen energieintensiv bereitgestellt. Bei kälteren Außentemperaturen unterhalb von ca. 4° C wird die benötigten Kälte für die EDV-Anlagen und die Medizintechnik über ein Freikühlungssystem in der WRG-Anlage im Behandlungsbau erzeugt . Ziel der Maßnahme ist es, die Betriebszeiten der drei Kältemaschinen zu reduzieren, um somit Strom einzusparen. Dazu soll auch die Lüftungsanlage im Bettenhaus mit einer Freikühlung ergänzt werden. Dadurch wird sich die Einschaltgrenze der Freikühlung nach oben auf ca. 8°C Außentemperatur verschieben lassen und der Stromverbrauch der Kälteanlagen wird um rund 735 MWh Strom über die Nutzungsdauer reduziert werden.

Einzelprojekt: Energieeffiziente Gleichstromversorgung für die Oberflächenveredelung (Galvanikindustrie)

Ein Unternehmen, das sich auf die auf Metallverarbeitung und Oberflächenveredelung spezialisiert hat, setzt für die Gleichstromversorgung der Galvanisierungsanlagen mehrere Gleichrichter ein. Das Verfahren beruht auf dem elektrolytischen Abscheiden von Metallen auf einer Oberfläche, wobei zwischen dem zu galvanisierenden Bauteil und einer metallischen Anode eine Gleichspannung angelegt wird. Die Gleichstromversorgung ist deshalb einer der wichtigsten Energieverbraucher in der Galvanik. Die bestehenden ölgekühlten Gleichrichter weisen technologiebedingt eine für den Einsatzfall niedrige Energieeffizienz auf. Zudem unterliegen die verbauten Selen-Dioden einem natürlichen Alterungsprozess und verlieren mit den Jahren an Wirkungsgrad. Im Projekt sollen die vorhandenen Gleichrichter durch hocheffiziente, luftgekühlte Gleichrichter vorzeitig ersetzt werden. Diese sind für den Einsatzfall besser geeignet, ferner verfügen sie über Schottky-Dioden, die im Vergleich zu Selen-Dioden einen geringeren Spannungsabfall aufweisen. Durch die Energieeffizienzmaßnahme kann der Stromverbrauch innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren um 514 MWh reduziert werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch anaerobe Vorbehandlung industriellen Abwassers (Wasserver- und Abwasserentsorgung)

Die geplante Effizienzmaßnahme zielt auf die Erweiterung der anaeroben Abwasservorbehandlung einer kommunalen Kläranlage ab. Aufgrund gestiegener Zulauffrachten eines industriellen Einleiters reicht die Kapazität der bestehenden Vergärungsreaktoren nicht mehr aus, so dass ein Teilstrom des industriellen Abwassers energieintensiv in der Belebungsstufe gereinigt werden muss. Durch die Erweiterung der bestehenden Vergärungsreaktoren soll zukünftig die gesamte Abwassermenge des industriellen Einleiters anaerob behandelt werden und somit Strom für die Belüftung in der Belebungsstufe eingespart sowie durch das zusätzlich produzierte Biogas Strom erzeugt werden. Über die Nutzungsdauer von 10 Jahren sollen daher 3.357 MWh an Strom eingespart werden.

Einzelprojekt: Verfahrensoptimierung in der Abwasserbehandlung (Wasserver- und Abwasserentsorgung)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines kommunalen Abwasserunternehmens zielt auf eine systemische Verfahrensoptimierung in der Abwasseraufbereitung ab. In den im Betrieb befindlichen Belebungsbecken soll eine kaskadierte Denitrifikation implementiert werden, wodurch in Kombination mit einer optimierten Prozessregelung die Abwasserbehandlung deutlich effizienter gestaltet werden kann. Darüber hinaus sollen die Lufterzeugung sowie der Lufteintrag in die Becken energieeffizienter gestaltet werden. Durch die Umsetzung der Maßnahme kann innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren eine Stromeinsparung von 5.899 MWh erreicht werden.

Einzelprojekt: Einsatz energieeffizienter Pumpen (Wasserver- und Abwasserentsorgung)

Die geplante Effizienzmaßnahme zielt auf die energetische Ertüchtigung einer Brunnenanlage zur Trinkwasserförderung ab. Dabei sollen die bestehenden Förderpumpen durch Hocheffizienzaggregate mit entsprechender Frequenzregelung ausgetauscht und auf ein optimiertes Einspeisekonzept ausgelegt werden. Zusätzlich sollen die Pumpensteigrohre im Querschnitt vergrößert und die Leitungsführung zur Reduzierung des Strömungswiderstandes umgebaut werden. Insgesamt sollen so der Energiebedarf für die Förderung des Brunnenwassers um 38% reduziert und Stromeinsparungen über eine Laufzeit von 10 Jahren in Höhe von 740 MWh erzielt werden.

Einzelprojekt: Energieeffiziente Sockenproduktion (produzierendes Gewerbe)

Ein mittelständisches Familienunternehmen ist seit über 50 Jahren als Hersteller und Exporteur von Socken und technischen Textilien auf dem Markt bekannt. Ziel des Projektes ist es, die alten Sockenstrickmaschinen durch neue stromsparende Hochleistungsautomaten zu ersetzen. Bezogen auf die bislang jährlich beim Unternehmen produzierten ca. 800.000 Paar Socken pro Jahr ergibt sich durch die neue Anlagentechnik eine erwartete Gesamtstromeinsparung von 1.120 MWh über 10 Jahre.

Einzelprojekt: Bedarfsgerechte Steuerung durch Frequenzumrichter (Chemieindustrie)

Bei einem Unternehmen der Chemie-Branche wird das Kühlwasser zentral über einen Kühlturm bereitgestellt. Der Kühlturm besteht aus zwei separaten Hälften und ist mit je fünf Netzpumpen ausgestattet, die das abgekühlte Wasser wieder dem Kühlturm zuführen. Im bisherigen Betrieb werden die 5 Pumpen parallel betrieben und je nach Bedarf zu- bzw. abgeschaltet. Dadurch kommt es zum Teil zu einem zu hohen Druck, welcher anschließend heruntergedrosselt werden muss. Diese Fahrweise ist energetisch nicht optimal. Im Projekt werden Frequenzumrichter nachgerüstet, um einen bedarfsgerechten Betrieb der Pumpen zu gewährleisten. Dadurch kann der Vordruck dauerhaft gesenkt werden, so dass der Stromverbrauch der Netzpumpen um 6 % gesenkt werden kann und eine Einsparung von ca. 10 GWh über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren erreicht wird.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch hocheffiziente Kälteerzeugung (produzierendes Gewerbe)

Ziel des Projektes ist eine Effizienzverbesserung bei der Kühlung von vier CO2-Laserschneidmaschinen durch den Ersatz der vier Einzelkühlblöcke durch eine zentrale Kühleinheit mit Freiluftkühler. Die Kühlblöcke stehen neben den Lasermaschinen in der Werkhalle, so dass die Wärme aus der Werkhalle nicht effizient abgeführt werden kann. Diese vier Kühlblöcke sollen im Rahmen dieses Projektes durch eine zentrale Kühleinheit mit einer Kältemaschine und einem Freiluftkühler sowie der Nutzung der Abwärme zur Heizung der Werkhallen im Winter ersetzt werden. Insgesamt lassen sich dadurch vor allem der Stromverbrauch und die daraus resultierenden Stromkosten reduzieren. Im Ist-Zustand verbraucht das System derzeit rund 227 MWh pro Jahr. Im Sollzustand wird ein Verbrauch von 55 MWh pro Jahr erwartet. Das entspricht einer Einsparung von knapp 75 % bzw. 1.690 MWh in zehn Jahren.

Einzelprojekt: Austausch von ineffizienten Kältemaschinen gegen Hocheffizienztechnik (Elektroindustrie)

Die Effizienzmaßnahme eines Unternehmens der Elektronikbranche zielt auf die Effizienzsteigerung der Kälteversorgung in mehreren Gebäuden ab. Die ausreichende und zuverlässige Verfügbarkeit von Kälte ist wesentlich für verschiedene Produktionstechniken. Bei den bestehenden Kältekompressoren handelt es sich um Anlagen älterer Bauart (Schraubenkompressoren). Sie können zudem nicht stufenlos und bedarfsgerecht geregelt werden. Die Kälteanlagen speisen im Verbund mit Freikühlern in ein gemeinsames Kältenetz ein. Im Projekt sollen mehrere der bestehenden Kältekompressoren durch hocheffiziente vorzeitig ersetzt werden. Die neuen magnetgelagerten Kältemaschinen mit Turboverdichter weisen aufgrund der modernen Technik und der stufenlosen Regelbarkeit einen mehr als doppelt so hohen EER (Energy Efficency Ratio) auf, so dass bei gleicher Kälteerzeugung weniger als die Hälfte an Strom für die Kälteerzeugung verbraucht wird. Durch die Energieeffizienzmaßnahme kann der Stromverbrauch innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren um 3.176  MWh reduziert werden.

Sammelprojekt: Effizienzprämie für A+++ Wäschetrockner (Privathaushalte)

Die geplante Effizienzmaßnahme betrifft den Austausch von ineffizienten Wäschetrocknern durch hocheffiziente Geräte bei Privathaushaushalten. Durch eine Förderpauschale in Höhe von 75 € bis 125 €, je nach Gerätegrößenklasse, sollen Privathaushalte motiviert werden, die bestehenden Trockner durch hocheffiziente Geräte der Effizienzklasse A+++ zu ersetzen. In diesem Marktsegment verbrauchen die verfügbaren Neugeräte ca. 65 % weniger Energie als übliche Bestandsgeräte. Es ist geplant, diese Maßnahmen bei 5.000 Privathaushalten umzusetzen und dadurch innerhalb einer Nutzungsdauer von 10 Jahren insgesamt 19.000 MWh an elektrischer Energie einzusparen.

Einzelprojekt: Drucklufttrocknung mittels Adsorptionstrockner mit Verdichterwärmenutzung (Baustoffindustrie)

Die geplante Effizienzmaßnahme zielt auf die Reduzierung des elektrischen Stromverbrauchs in der Druckluftaufbereitung ab. Hierbei sollen zwei bestehende Kältetrockner zur Trocknung der Druckluft durch einen Adsorptionstrockner mit Verdichterwärmenutzung ersetzt werden. Dabei wird überschüssige Wärme der vorgelagerten Verdichtung benutzt, so dass die Feuchtigkeit aus der Druckluft mit einem minimalen Energieeinsatz entfernt werden kann. Insgesamt können innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren 3.118 MWh an elektrischer Energie eingespart werden.

Einzelprojekt: Effiziente Spritzgießmaschinen (Kunststoffverarbeitung)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines Unternehmens des produzierenden Gewerbes sieht den Austausch von drei Spritzgießmaschinen vor. Aktuell werden in der Produktion des Unternehmens alte, ineffiziente Spritzgießmaschinen eingesetzt, welche jedoch aufgrund ihres guten Wartungszustandes und der geringen Ausschusszahlen keinen Anlass zum Ersatz geben. Durch die Förderung bei STEP up! hat das Unternehmen nun einen Anreiz in neue Anlagen mit hocheffizienten Servomotoren, einer stufenlosen Leistungsanpassung sowie einer Leerlaufabschaltung zu investieren und somit die Produktion deutlich effizienter zu gestalten. Insgesamt wird durch die Maßnahmenumsetzung eine Stromeinsparung von 1.192 MWh innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren erzielt.

Einzelprojekt: Stromeinsparung durch Leitungsanpassung (Wasserversorgung)

Die geplante Effizienzmaßnahme sieht den Ersatz eines Pumpwerks durch den Neubau eines Trinkwasserhochbehälters vor. Durch die Lage des neuen Hochbehälters sowie die Schaffung konstanter Vordruckverhältnisse können der tiefer gelegene Sammelbehälter und das Pumpwerk für die zwei Versorgungszonen vollständig außer Betrieb genommen werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch optimierte Schlammentwässerung (Wasserver- und Abwasserentsorgung)

Bei einem Betrieb der Wasserver- und Abwasserentsorgung fallen in einem Wasserwerk jährlich rund 15.000 m3 Filterschlamm mit einem Feststoffgehalt von 1% an. Im Rahmen des Projektes wird die Spülschlammbehandlung erneuert. Das bestehende System entwässert den Schlamm durch mechanische und thermische Verfahrensschritte und soll durch eine Membranfilteranlage (allein mechanischer Verfahrensschritt) ersetzt werden. Dadurch wird der Stromverbrauch um rund 70 % (234 MWh/a) reduziert.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierung in der Papierherstellung (Papierindustrie)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines Unternehmens der Papierindustrie zielt auf eine Prozessoptimierung in der Stoffaufbereitung der Papierproduktion ab. Wesentlich für die Papierherstellung ist die Gewährleistung verschiedener Parameter des Papiergrundstoffes, wie Reinheit, Faserlänge und Homogenität. Diese Qualitätsanforderungen werden aktuell durch mehrere sukzessive Aufbereitungsverfahren sichergestellt, welche jedoch in Summe energieintensiv sind und Effizienzpotentiale aufweisen. Im Projekt soll durch eine Optimierung der bestehenden Lochsortierung schon in diesem Prozessschritt eine ausreichend hohe Stoffqualität erzielt werden, sodass nachfolgende Aufbereitungsverfahren weitestgehend oder sogar vollständig eingespart werden können. Durch die Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahme kann der Stromverbrauch innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren um 31.900 MWh reduziert werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch eine optimierte Teilereinigung und den Einsatz von LED-Beleuchtung (Produzierendes Gewerbe)

Ein Unternehmen, das Metallformteile produziert, möchte die Energieeffizienz bei der Teilereinigung steigern. Im Herstellungsprozess der Metallformteile ist es unerlässlich, dass sie einen hohen Reinheitsgrad aufweisen. Bei der bestehenden Teilereinigungsanlage müssen die Formteile häufig den Reinigungsprozess mehrfach durchlaufen, um die geforderte Reinheit zu erreichen. Ferner wird die Reinigungsanlage mit Strom beheizt und sie ist nicht optimal gedämmt. Darüber hinaus werden zur Beleuchtung Metalldampflampen älterer Bauart eingesetzzt. Im Projekt möchte das Unternehmen die vorhandene Teilereinigung durch Hocheffizienztechnik ersetzen. Dabei handelt es sich um eine Teilereinigungsanlage, die mit einstufiger Fahrweise auskommt und effizient per Wärmetauscher mit einer Gastherme beheizt wird.  Zudem soll die vorhandene Beleuchtung durch tageslichtabhängig geregelte LED-Beleuchtung ersetzt werden. Durch die Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen können innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren 2.707 MWh Stromäquivalente eingespart werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch eine bedarfsoptimierte Kühlwasserversorgung (Chemieindustrie)

Die geplante Effizienzmaßnahme des Betreibers eines Chemieparks sieht die zusätzliche Installation einer drehzahlgeregelten Pumpe im Kühlwasserkreislauf des Standortes vor. Aktuell werden sechs parallel geschaltete Pumpen betrieben, welche mehrere Abnehmer mit Kühlwasser versorgen, deren abgenommene Kühlwassermenge jedoch täglich sowie saisonal stark schwankt. Um den erforderlichen Mindestdruck im System bei schwankender Nachfrage zu gewährleisten wurden bisher Pumpen zu- oder abgeschaltet, wodurch jedoch nur diskrete Drücke eingestellt werden können und oftmals ein unnötig hoher Druck vorliegt. Zukünftig soll auf die täglichen Schwankungen durch eine drehzahlgeregelte Pumpe reagiert werden, so dass immer nur der erforderliche Mindestdruck eingestellt werden kann. Durch die Umsetzung der Maßnahme kann innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren eine Stromeinsparung von 9.140 MWh erreicht werden.

Einzelprojekt: Energetische Optimierung von raumlufttechnischen Anlagen (Informations- und Kommunikationstechnologie)

Die Maßnahme sieht die energetische Optimierung der raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) von Informations- und Kommunikationstechnik-Betriebsräumen (IKT-Betriebsräume) an deutschland-weit ca. 109 Standorten vor. Hierbei sollen alle vorhandenen Komponenten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Energieeffizienz haben, durch Hocheffizienzbauteile ausgetauscht werden. Darüber hinaus sollen die RLT-Anlagen zukünftig über eine selbststeuernde Regelungssoftware optimal nach dem Kühlbedarf angesteuert und so die Effizienz der Gesamtanlage weiter gesteigert werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch den Einsatz einer hocheffizienten Schleifmaschine (produzierendes Gewerbe)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines Unternehmens des produzierenden Gewerbes sieht den vorzeitigen Ersatz von Schleifmaschinen zur Bearbeitung von Werkzeugen vor. Hierbei sollen die aktuell vorhandenen Fertigungszellen zum Schleifen der Werkzeuge durch ein einzelnes hocheffizientes CNC-gesteuertes Modell ersetzt werden. Die neue Anlage wird über hocheffiziente Motoren mit Frequenzumrichtern, optimierte Greifer zur Reduzierung der Druckluftverbrauchs sowie eine Steuerungs- und Regelungstechnik zum bedarfsgerechten Betrieb bzw. zur bedarfsgerechten Abschaltung verfügen. Durch die Umsetzung der Maßnahme kann innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren eine Stromeinsparung von 926 MWh erzielt werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch hocheffiziente USV-Anlagen (Informations- und Kommunikationstechnologie)

Die Maßnahme sieht den Ersatz der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) durch hocheffiziente und bedarfsgerecht dimensionierte Anlagen in deutschlandweit 59 Informations- und Kommunikations-Betriebsräumen (IKT-Betriebsräumen) vor. USV-Anlagen sind der IK-Technik vorgeschaltet und garantieren eine kontinuierliche unterbrechungs- sowie schwankungsfreie Stromversorgung. Ein durchgängiger Serverbetrieb kann somit sichergestellt werden. Aktuell werden die Bestandsanlagen in Auslastungsbereichen (teilweise deutlich unter 20%) betrieben, die keinen optimalen Wirkungsgrad der USV-Anlagen erlauben. Zudem sind die Verlustleistungen dieser Anlagen generell höher als bei modernen hocheffizienten USV-Systemen. Im Zuge des Vorhabens sollen die bestehenden USV-Anlagen durch hocheffiziente und bedarfsgerecht dimensionierte Systeme ersetzt werden. Insgesamt wird eine Stromeinsparung durch die Maßnahmenumsetzung von durchschnittlich 10% im Vergleich zur jeweiligen Bestandsanlage erzielt.

Einzelprojekt: Optimierung einer Kühlinfrastruktur (Lebensmittelindustrie)

Die bestehende Kälteanlage eines Großproduzenten für Tiefkühlteigwaren wird durch eine moderne, hocheffiziente Kälteanlage ersetzt. Anstelle der aus vielen ungeregelten Verdichtern und Einzelkreisen bestehende Frigenanlage ist es geplant, eine Ammoniak-Verbundkälteanlage in dem Betrieb zu errichten. Dazu bedarf es einer neuen Verdichterstation, neuer Rückkühler sowie Leitungen und Kühlaggregate. Dadurch kann eine Stromersparnis in der Größenordnung von 748 MWh/a erreicht werden. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt über ein Contracting-Verhältnis durch den örtlichen Energieversorger.

Einzelprojekt: Einsatz energieeffizienter Pumpen (Lebensmittelindustrie)

Die Energieeffizienzmaßnahme eines Unternehmens der Lebensmittelindustrie adressiert die Erneuerung von acht Pumpen einer Membranfiltrationsanlage, wobei die aktuell eingesetzten Pumpen in einem suboptimalen Arbeitspunkt betrieben werden. Im Zuge der Projektumsetzung sollen neue Pumpenaggregate mit einem verbesserten Wirkungsgrad, einer angepassten Förderleistung sowie einer reduzierten Leistungsaufnahme der elektrischen Motoren installiert werden. Durch die Umsetzung der Maßnahmen können innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren insgesamt 3.916 MWh an elektrischer Energie eingespart werden.

Einzelprojekt: Energierückgewinnung im Produktionsprozess (Chemieindustrie)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines Unternehmens der chemischen Industrie sieht die Energierückgewinnung an der einen Produktionsprozess verlassenden Druckluft vor. Die Druckluft wird am Eingang des Prozesses auf einem Druckniveau von 8 bar bereitgestellt und verlässt diesen im Anschluss sauerstoffarm und auf nahezu dem gleichen Druckniveau. Im Projekt soll am Ausgang des Prozesses eine Turbine installiert werden, über welche die sauerstoffarme Druckluft geleitet wird und diese somit antreibt. Die Turbine ist mittels einer Rutschkupplung mit der Welle des Druckluftkompressors verbunden, wodurch sich das Drehmoment verringert, welches der Antrieb des Kompressors zur Drucklufterzeugung erbringen muss. In der Folge verringert sich daher die Stromaufnahme des Druckluftkompressors und innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren kann eine Stromeinsparung von 107.730 MWh erreicht werden.

Einzelprojekt: Energetische Optimierung der raumlufttechnischen Anlagen (Lebensmittelindustrie)

Das Vorhaben zielt auf die Einsparung von elektrischer Antriebsenergie den Zuluft- und Abluftventilatoren einer zentralen Lüftungsanlage eines Produktionsgebäudes ab. Die Ventilatoren der Lüftungsanlagen werden aktuell kontinuierlich auf Volllast betrieben, da das Raumklima in den versorgten Bereichen essentiell für die Produktion und Lagerung der Lebensmittel ist. Durch die Nachrüstung einer hocheffizienten Regelung sowie der Installation von variablen Volumenstromreglern in den einzelnen Zu- und Abluftkanälen soll zukünftig die geförderte Luftmenge bedarfsgerecht geregelt werden. Auf diese Weise soll die durchschnittlich geförderte Luftmenge deutlich reduziert und auf diese Weise rund 50 % an elektrischer Antriebsenergie eingespart werden. Innerhalb der Nutzungsdauer von 10 Jahren kann so eine Stromeinsparung von 4.440 MWh erzielt werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch Umrüstung einer Produktionslinie (Futtermittelindustrie)

Im Rahmen der Effizienzmaßnahme plant ein Unternehmen der Futtermittelindustrie die Umrüstung der Produktionslinien eines Mischfutterwerkes. Dabei wird die Hammermühle durch neue hocheffiziente Anlagen ersetzt, die dazu beitragen sollen, den Stromverbrauch der Produktionslinie erheblich zu senken. Die geplante Umrüstung umfasst die Errichtung eines neuen effizienten Doppel-Brechwalzenstuhls sowie die Anpassung der Lagerung und Verladung. Die prognostizierte Stromeinsparung innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren beträgt circa 5.470 MWh mit einer entsprechenden CO2-Minderung.

Einzelprojekt: Kombi-Projekt „Strom-Wärme“: Wärmerückgewinnung im Trocknungsprozess (Papierindustrie)

In der Vortrockenpartie einer Papiermaschine des Antragstellers wird Papier mit einem Wassergehalt von ca. 60 % auf einen Wassergehalt von ca. 2 % getrocknet. Hierzu werden große Mengen Wärme in Form von Dampf verbraucht. Dieses Kombiprojekt zielt im Wesentlichen auf eine thermische Einsparung durch Wärmerückgewinnung ab, indem die zur Abfuhr des Wassers eingebrachte Luft durch die Abluft vorgewärmt wird. Hierdurch wird der Dampfverbrauch zur Trocknung des Papiers verringert. Zusätzlich wird durch Einsatz eines mittels Taupunktregelung drehzahlvariablen Ventilators der Stromverbrauch reduziert. Durch die Maßnahme wird über die Nutzungszeit eine Gesamteinsparung in Stromverbrauchsäquivalenten in Höhe von 99.440 MWh erreicht.

Einzelprojekt: Energetische Optimierung der raumlufttechnischen Anlagen (Finanzdienstleistungssektors)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines Unternehmens des Finanzdienstleistungssektors zielt auf die Erneuerung einer raumlufttechnischen Anlage ab. Die aktuell in Betrieb befindliche Anlage ist mit veralteten Lüftern ausgestattet und besteht aus zwei getrennten Systemen, welche jeweils nicht regelbar sind und daher ständig bei Volllast betrieben werden. Im Projekt soll die Trennung der beiden bestehenden Systeme aufgehoben und die Lüfter durch moderne hocheffiziente Direktantriebe mit Frequenzumrichtern sowie Radialventilatoren mit hohem lufttechnischem Wirkungsgrad ersetzt werden. Zusätzlich wird eine Steuerungs- und Regelungstechnik installiert, die eine bedarfsgerechte Luftzufuhr gewährleistet. Durch die Maßnahme kann innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren eine Stromeinsparung von circa 510 MWh erzielt werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch Verfahrenswechsel in der Aufbereitung von Lösungsmittel (Textilreinigung)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines Wäschereibetriebes sieht den Austausch einer ineffizienten Anlage zur chemischen Reinigung von Wäschestücken durch ein hocheffizientes Modell vor. In der bisher eingesetzten Anlage wird das in der Reinigung eingesetzte Lösungsmittel durch Destillation aufgereinigt und anschließend wieder im Reinigungsprozess eingesetzt. Dieser Prozess bedarf einer energieintensiven Fremddampferzeugung und -versorgung der Anlage. Die hocheffiziente Reinigungsmaschine arbeitet mit einer Filtration zur Aufbereitung der Lösungsmittel, wodurch der Dampfverbrauch entfällt und erhebliche Einsparungen realisiert werden können. Innerhalb der Nutzungsdauer von 10 Jahren kann eine Stromeinsparung von circa 230 MWh erzielt werden.

Einzelprojekt: Energetische Optimierung des Kälteversorgungssystems (Chemieindustrie)

Die geplante Maßnahme eines Unternehmens der chemischen Industrie zur Steigerung der innerbetrieblichen Stromeffizienz betrifft die Optimierung des Kühlsystems für einen Produktionsprozess. Hierbei soll ein Maßnahmenbündel umgesetzt werden, das an mehreren Punkten ansetzt und die Kälteerzeugung und -verteilung sowie die Versorgung des Kühlsystems mit Flusswasser umfasst. Durch die Installation einer übergeordneten Regelung für die Kältemaschinen sollen diese am optimalen Arbeitspunkt bezüglich des geforderten Kältebedarfs betrieben werden, sodass deren Effizienz deutlich gesteigert werden kann. Darüber hinaus kann durch den Einbau von Frequenzumrichtern im Pumpsystem die Verlustleistung der Kälteverteilung minimiert werden. Zusätzlich wird bei der Flusswassernutzung zur Rückkühlung der Kältemaschinen im Sommer die Druckerhöhungspumpe durch eine zusätzliche Regelung zukünftig automatisch bedarfsgerecht zu - und abgeschaltet. Die Stromeinsparung beläuft sich innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren auf 6.010 MWh.

Einzelprojekt: Einsatz einer energieeffizienten Induktionsspule im Tiegelofen (Metallverarbeitung)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines metallverarbeitenden Unternehmens zielt auf den Austausch der Induktionsspule eines Tiegelofens, welcher zum Schmelzen von Metallen eingesetzt wird. Durch eine optimierte Geometrie sowie einen verbesserten Aufbau erzeugt die neue hocheffiziente Spule eine höhere induktive Leistung als bisherige konventionelle Spulen. Hierdurch kann der Wirkungsgrad bei der Induktion von Wirbelströmen im zu schmelzenden Material erhöht werden. Zudem entstehen in der Spule weniger Wärmeverluste. Die geringeren Verluste sowie das effizientere Heizen der Schmelze im Tiegel bedingen schließlich eine insgesamt gesteigerte Energieeffizienz. Durch die geplante Maßnahme soll eine Stromeinsparung von 6.255 MWh innerhalb der Nutzungsdauer von 10 Jahren erzielt werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung in der Prozesswasseraufbereitung (Medizintechnik)

Das Prozesswasser aus der Dialysatorenproduktion wird thermisch und mechanisch in einem mehrschrittigen Prozess aufwändig aufbereitet. Ein Teilschritt ist die Ultrafiltration, in der sehr viel Strom eingesetzt wird. In dem Projekt soll die Ultrafiltration weitestgehend abgeschaltet werden, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Um auf den Prozessschritt verzichten zu können, werden in diesem Projekt die nachgeschalteten Komponenten (Brüdenkompression, Destillation) angepasst. Durch die Maßnahme kann eine jährliche Stromeinsparung von 3.309 MWh erzielt werden.

Einzelprojekt: Einsatz energieeffizienter Pumpen in einer Filtrationsanlage (Lebensmittelindustrie)

Die Energieeffizienzmaßnahme eines Unternehmens der Lebensmittelindustrie adressiert die Erneuerung mehrerer Pumpen in der Produktion sowie Pumpen zur Umwälzung von Kühlwasser. Die erste Maßnahme umfasst dabei die Erneuerung von acht Pumpen einer Membranfiltrationsanlage, wobei die Pumpen aktuell mit einem zu groß dimensionierten Antrieb und einem suboptimalen hydraulische Arbeitspunkt betrieben werden. Im Zuge der Projektumsetzung sollen neue Pumpenaggregate mit einem verbesserten Wirkungsgrad, einer angepassten Förderleistung sowie einer reduzierten Leistungsaufnahme der elektrischen Motoren installiert werden. Darüber hinaus sollen vier Pumpen zur Umwälzung von Kühlwasser für die Produktionsprozesse ausgetauscht werden, wobei auch hier die neuen Aggregate einen verbesserten Wirkungsgrad sowie eine angepasste elektrische Leistungsaufnahme aufweisen. Durch die Umsetzung der Maßnahmen können innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren insgesamt 5.471 MWh an elektrischer Energie eingespart werden.

Einzelprojekt: Energetische Optimierung des Kälteversorgungssystems (Chemieindustrie)

Die geplante Maßnahme eines Unternehmens der chemischen Industrie zur Steigerung der innerbetrieblichen Stromeffizienz betrifft die Optimierung des Kühlsystems für einen Produktionsprozess. Hierbei soll ein Maßnahmenbündel umgesetzt werden, das an mehreren Punkten ansetzt und die Kälteerzeugung und -verteilung sowie die Versorgung des Kühlsystems mit Flusswasser umfasst. Durch die Installation einer übergeordneten Regelung für die Kältemaschinen sollen diese am optimalen Arbeitspunkt bezüglich des geforderten Kältebedarfs betrieben werden, sodass deren Effizienz deutlich gesteigert werden kann. Darüber hinaus kann durch den Einbau von Frequenzumrichtern im Pumpsystem die Verlustleistung der Kälteverteilung minimiert werden. Zusätzlich wird bei der Flusswassernutzung zur Rückkühlung der Kältemaschinen im Sommer die Druckerhöhungspumpe durch eine zusätzliche Regelung zukünftig automatisch bedarfsgerecht zu - und abgeschaltet. Die Stromeinsparung beläuft sich innerhalb der Nutzungsdauer von zehn Jahren auf 6.010 MWh.

Einzelprojekt: Energieeffiziente Kälteversorgung für ein Rechenzentrum (Informations- und Kommunikationstechnologie)

Die geplante Effizienzmaßnahme zielt auf die Energieeffizienzsteigerung der Kälteversorgung eines Bestands-Rechenzentrums ab. Hierbei sollen die Hauptkomponenten des Kältesystems (Kältemaschinen, Klimaschränke) zur Kühlung der Serverräume durch hocheffiziente Komponenten ersetzt werden. Zusätzlich werden durch eine Umgestaltung der Verteilung und Nachrüstung von Regelungstechnik ein bedarfsabhängiger Betrieb sichergestellt und die Verluste minimiert. Durch die Steigerung der Energieeffizienz soll eine Stromeinsparung von 15.640 MWh innerhalb der Nutzungsdauer von 10 Jahren erzielt werden.

Sammelprojekt: Austausch einfacher elektrischer Durchlauferhitzer durch vollelektronische Geräte (Energiedienstleistung)

Die geplante Effizienzmaßnahme eines Energiedienstleistungsunternehmens betrifft den Austausch von einfachen hydraulischen und elektronischen Durchlauferhitzern durch vollelektronisch geregelte Durchlauferhitzer bei Privathaushalten. Durch eine Förderpauschale in Höhe von 100 € sollen Privathaushalte dazu motiviert werden, die bestehende ineffiziente Warmwasserbereitung durch die hocheffizienten vollelektronisch geregelten Durchlauferhitzer zu ersetzen. Es wird geplant, diese Maßnahmen bei 2.500 Privathaushalten umzusetzen und dadurch innerhalb einer Nutzungsdauer von 15 Jahren insgesamt ca. 9.750 MWh an elektrischer Energie einzusparen.

Einzelprojekt: Contracting-Projekt zur Erneuerung eines Druckluft- und Beleuchtungssystems (Gummiproduktion)

Die von einem Contractor geplante Effizienzmaßnahme zielt auf die Erneuerung des Druckluftsystems sowie der Beleuchtung bei einem gummiproduzierenden Unternehmen ab. Hierbei werden die derzeit verwendeten Schraubenkompressoren durch geregelte Rotationskompressoren ersetzt, und die Verluste im Druckluftnetz durch neue Verrohrungen reduziert Darüber hinaus wird die aktuell vorhandene Beleuchtung durch eine hocheffiziente LED-Technik mit Tageslichtsteuerung ersetzt. Insgesamt können innerhalb einer Nutzungsdauer von 10 Jahren ca. 5.750 MWh an elektrischer Energie eingespart werden.

Einzelprojekt: Ersatz einer pneumatischen Gipsförderanlage durch ein Rohrgurtfördersystem (Baustoffindustrie)

Die Stromeffizienzmaßnahme eines Unternehmens der Baustoffindustrie sieht den Ersatz einer energieintensiven pneumatischen Gipsförderanlage zwischen zwei Produktionsstätten durch ein Rohrgurtfördersystem vor. Dabei wird der Gips nicht mehr wie bisher über eine Rohrleitung mittels Druckluft transportiert, sondern über ein rein mechanisch angetriebenes Rohrgurtfördersystem. Dadurch entfällt die zuvor benötigte energieintensive Drucklufterzeugung. Insgesamt können somit innerhalb einer Nutzungsdauer von 20 Jahren ca. 29.520 MWh elektrischer Energie eingespart werden.

Einzelprojekt: Effizienzsteigerung durch anaerobe Vorbehandlung industriellen Abwassers (Wasserver- und Abwasserentsorgung)

Die Effizienzmaßnahme eines kommunalen Wasserver- und -entsorgers sieht den Ersatz einer chemisch-mechanischen Flotationsanlage zur Behandlung von industriellen Abwässern durch ein anaerobes Abwasserbehandlungsverfahren vor. Aktuell wird das anfallende industrielle Abwasser eines nahrungsmittelverarbeitenden Betriebes in einer betriebseigenen Flotationsanlage behandelt. Diese erzielt jedoch nur eine geringe Reinigungsleistung von ca. 30 %. Der Großteil der organischen Fracht muss daher energieintensiv in einem Belebungsbecken der kommunalen Kläranlage aufbereitetet werden. Durch die Installation eines vorgelagerten anaeroben Abwasserbehandlungsverfahrens in der Kläranlage wird die Reinigungsleistung der Vorstufe auf ca. 80 % erhöht und in Folge der Strombedarf der Kläranlage um ein Drittel gesenkt. Insgesamt können durch dieses Projekt innerhalb der Nutzungsdauer von 20 Jahren rund 11.380 MWh elektrischer Energie eingespart werden. Zusätzlich zu der über STEP up! geförderten Stromeinsparung profitiert das Unternehmen von einer Verstromung des im anaeroben Behandlungsverfahren gewonnenen Biogases, wodurch die Betriebskosten zusätzlich gesenkt werden können.

Sammelprojekt: Effizienzprämien für Haushaltsgroßgeräte (kommunaler Versorger)

Ziel dieses Sammelprojekts eines kommunalen Versorgungsunternehmens ist es, seine Haushaltskunden durch eine Effizienzprämie dazu zu motivieren, sich im Falle eines Neukaufs für Haushaltsgroßgeräte (im Bereich Kühlen und Trocknen) für die höchste Energieeffizienzklasse zu entscheiden. Dazu wird eine Effizienzprämie von 10 % bis 15 % des Kaufpreises (maximal 100 EUR)  für Kühl- und Gefriergeräte sowie für Wäschetrockner vergeben. In diesem Marktsegment sind die verfügbaren Neugeräte mehr als doppelt so sparsam wie übliche Bestandgeräte. Im Vergleich verbrauchen Neugeräte der höchsten Effizienzklasse rund zwei Drittel weniger Strom. Somit wird bei dem im Projekt geplanten Austausch von ca. 10.000 Geräten eine Gesamteinsparung von insgesamt ca. 31.600 MWh angestrebt.

Einzelprojekt: Umrüstung Chloralkali-Elektrolyseanlage mit Membranzellen der neuesten Generation (Chemieindustrie)

Die Chloralkali-Elektrolyse ist ein etablierter Prozess zur Herstellung der Grundstoffe Chlor, Wasserstoff und Natronlauge. Für eine Erhöhung der Stromeffizienz werden in einem Unternehmen aus der Chemiebranche die vorhandenen Membranzellen auf neue Zelltypen umgerüstet. Die neuen Zellen arbeiten mit der zero-gap-Technologie. Bei dieser Zelltechnologie wird die Membran, die den Anoden- vom Kathodenraum trennt, zwischen den Elektroden ohne Zwischenraum eingespannt und dadurch der Weg des Stroms durch den Elektrolyten minimiert. Auf diese Weise wird der elektrische Widerstand verringert, und es ergibt sich eine Stromersparnis von ca. 8 Prozent gegenüber der bisher eingesetzten Zelltechnologie. Insgesamt können durch dieses Projekt innerhalb der Nutzungsdauer von 10 Jahren mehrere zehntausend MWh elektrischer Energie eingespart werden.

Einzelprojekt: Energetisch optimierte Erneuerung der Kälteerzeugung (Kunststoffindustrie)

In einem Unternehmen der Kunststoffbranche erfolgt nach der Extrusion von Kunststoffrohren deren Abkühlung mittels Wasser bei einer Vorlauftemperatur von 12°C. Die erforderliche Kältemenge wird dabei durch eine luftgekühlte geregelte Kompressionskälteanlage erzeugt. Um die Stromeffizienz zu erhöhen, werden die Kompressionskälteanlage sowie diverse Pumpen ersetzt. Zusätzlich wird ein Freikühler eingesetzt, welcher bei Außentemperaturen bis 6°C die benötigte Kälteleistung vollständig alleine bereitstellen kann. Durch die Nutzung der freien Kühlung bei niedrigen Temperaturen können erhebliche Stromeinsparungen erreicht werden. Bei mittleren Temperaturen erfolgt ein Mischbetrieb zwischen dem Freikühler und der Kompressionskälteanlage. Die kalkulierten Stromeinsparungen summieren sich über die Nutzungsdauer von 12 Jahren auf circa 5.100 MWh.