Wie geht es weiter in 2019?

Die neue Förderstrategie des BMWi sieht eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Programme vor und will durch ein einfacheres und zielgruppenorientierteres Fördermodell noch mehr Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen anreizen. Dieses neue Förderpaket tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft.

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Das BMWi bündelt sechs bisherige Förderprogramme: Das Abwärmeprogramm, das Förderprogramm hocheffiziente Querschnittstechnologien, Teile des Markt-Anreiz-Programm (MAP), Energiemanagementsysteme (EnMS) das Programm Klimaschonende Produktionsprozesse und STEP up! sollen in dem neuen Investitionsprogramm – Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien (IEPEE) in der Wirtschaft zusammengefasst werden. Hierbei verfolgt das BMWi bewusst einen technologieoffenen und branchenübergreifenden Ansatz. Zudem erfolgt die Förderung wahlweise als direkter Zuschuss oder als Tilgungszuschuss, womit die unterschiedlichen Finanzierungsbedürfnisse von Unternehmen Berücksichtigung finden.

Durch die Neuausrichtung der bisherigen Förderprogramme sollen insbesondere Investitionen in komplexere und stärker auf eine systemische energiebezogene Optimierung von Produktionsprozessen wirksamer gefördert werden. Daneben ist auch weiterhin eine Förderung von Einzelmaßnahmen für hocheffizienter Querschnittstechnologien, Erneuerbare Technologien zur Prozesswärmebereitstellung sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Energiemanagement-Software möglich.

Die Unternehmen können in dem neuen Förderpaket grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Förderinstrumenten wählen: Die klassische Projektförderung als Zuschuss mit einer vorgegebenen Förderquote von bis 40 %, die Finanzierung über einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss von bis zu 40 % sowie die wettbewerbliche Förderung von Effizienzmaßnahmen mit einer flexiblen Förderquote von bis zu 80 %.

Das Förderpaket richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen, Stadtwerke und Energiedienstleister. Darüber hinaus ist die Förderung weiterhin bewusst akteurs-, sektor- und technologieoffen ausgestaltet, um den Unternehmen die größtmögliche Freiheit für die Umsetzung einer für sie passenden Lösung zur Effizienzsteigerung in ihrem Unternehmen zu geben. Häufig sind diese Lösungen und Ansätze sehr individuell sowie unternehmensspezifisch und können von passgenauen Systemlösungen und -optimierungen bis hin zu hocheffizienten Standardtechnologien und Komponenten reichen.

Im Gegensatz zu der klassischen Projektförderung gibt es beim „Wettbewerb Energieeffizienz“ keine festgelegte Förderquote: Die Unternehmen entscheiden im vorgegebenen Rahmen selbst, welche Förderung sie für eine geplante Effizienzmaßnahme beantragen. Die Förderquote kann dabei in Abhängigkeit von der CO2-Einsparung bis zu 80 % der förderfähigen Kosten betragen und ist durch das Verhältnis aus der beantragten Förderung und der CO2-Einsparung begrenzt, welches einen Wert von 500 €/t CO2 nicht überschreiten darf. Den Zuschlag – und damit die Förderung – bekommen die Projekte mit der besten Fördereffizienz. Je höher die CO2-Einsparungen pro "Förder-Euro" sind, desto besser stehen die Chancen im Wettbewerb. Detaillierte Informationen zum Wettbewerb Energieeffizienz finden Sie bereits ab Dezember 2018 unter www.stepup-energieeffizienz.de.

Informationen zum neuen Förderpaket finden Sie ab Dezember unter www.deutschland-machts-effizient.de